Geschichte der Feuerwehr Embsen

 

Am 10. Februar 1902 beschloss der Rat der Gemeinde Embsen den Aufbau einer freiwilligen Feuerwehr, die am 24. Mai des Jahres zu ihrem ersten Übungsdienst antrat.

Die Motorisierung der Feuerwehr begann 1948 mit der Beschaffung einer Motorspritze, die die bis dahin benutzten Handspritzen ablöste. Als eine der ersten Wehren im Landkreis Lüneburg erhielt die FF Embsen 1955 ein LF 8 auf Opel Blitz, das bis 1980 in Dienst blieb und dann durch ein LF 8 auf Mercedes 608 D/Metz ersetzt wurde. Vorgänger des Rüstwagens war ein Gerätewagen auf Unimog S des Zivilschutzes.

Die Ortswehren der Samtgemeinde Ilmenau haben unterschiedliche Aufgabenschwerpunkte - für Embsen ist dieses die Technische Hilfeleistung. Nachdem eine unfallträchtige Kreuzung durch Umbau entschärft wurde, sind die Einsätze zu schweren Verkehrsunfällen zurückgegangen.

Der Übungsdienst findet etwa alle vier Wochen an wechselnden Wochentagen statt, damit auch Schichtarbeiter daran teilnehmen können. Ausgebildet wird in wechselnden Gruppen, so dass jeder Kamerad mal mit jedem Kameraden zusammenarbeitet, was den Zusammenhalt unterstützt.

Der RW 1 (Unimog U1500L/Schlingmann, 96kW, Baujahr 1984) der FF Embsen ist der Rüstwagen der Samtgemeinde Ilmenau. Er wird gemäß Alarmplan zu allen technischen Hilfeleistungen - besonders nach Verkehrsunfällen - der Gemeindefeuerwehr mitalarmiert, 1997 wurde seine Beladung um drei Lancier-Rettungszylinder - passend zu Schere und Spreizer von Lancier - ergänzt, so dass nun z.B. eingeklemmte Personen auch durch Wegdrücken des Vorderwagens befreit werden können. Das Hydraulikaggregat besitzt einen Verbrennungsmotor und kann somit unabhängig und auch weitab des Fahrzeugs oder einer anderen Stromquelle betrieben werden. Außerdem gehören sieben Vetter-Hebekissen und eine große Stihl-Motorsäge zur Beladung. Die Motorsäge wurde für die einfachere Zerlegung umgestürzter Bäume beschafft, da im Einsatzgebiet viele alte Bäume mit großem Stammdurchmesser stehen, deren Zerlegung mit einer kleineren Säge sehr mühsam ist. Neben dem Feuerlöscher sind auch noch Standrohr, Hydrantenschlüssel, Strahlrohre B und C, Stützkrümmer, Verteiler und je drei Längen B- und C-Schlauch an Bord.Im Jahre 2004 wurde eine zerlegbare Arbeitsplattform beschafft, um z. B. bei LKW-Unfällen sicherer am Fahrerhaus arbeiten zu können.

Seit 1980 ist das LF 8 auf MB 408 D/Metz in Dienst. Es ersetzte ein LF 8 auf Opel Blitz von 1955. Zwei Atemschutzgeräte PA-80 von Dräger befinden sich im Mannschaftsraum und können schon auf der Anfahrt angelegt werden, zwei weitere nebst Reserveflaschen im Geräteraum. Ein 5 kVA-Aggregat mit Stativ und zwei 1000 W-Strahlern ergänzt die Normbeladung. Bis zur Beschaffung des Rüstwagens befand sich der Hilfeleistungssatz auch auf dem LF. Seit 2007 LF 20/16 (siehe unten)

Die Jugendfeuerwehr kaufte 1998 mit Zuschuss aus der Kameradschaftskasse der Einsatzabteilung einen gebrauchten VW Bus, Baujahr 1986. Der Neunsitzer war zuvor Transportfahrzeug eines Energieversorgers, befindet sich trotz seines Alters in technisch sehr gutem Zustand und wird auch von der Einsatzabteilung bei Übungsdiensten und Einsätzen genutzt. In Eigenleistung wurde der Bus in RAL3000 lackiert und erhielt eine Sondersignalanlage. Das Fahrzeug ist auf die Samtgemeinde zugelassen und wird von dieser unterhalten. Nachfolger wurde ein Mercedes Sprinter als Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) mit Sitzplätzen für 9 Personen.

Im Gerätehaus an der Gartenstraße war die FF Embsen seit 1978 untergebracht. Im laufe der Zeit war der Schulungsraum für die etwa 60 Aktiven viel zu klein geworden, und auch in der Fahrzeughalle war der Platz knapp. Deshalb wurde im Jahre 2002 beschlossen, ein neues Feuerwehrgerätehaus zu errichten.    

 

Im Oktober 2003 bezog die Feuerwehr Embsen dann Ihr neues Feuerwehrgerätehaus am Orfelder Weg.

Im Jahr 2007 wurde das 27 Jahre alte LF 8 durch ein neues LF 20/16 der Firma Rosenbauer ersetzt. Wie sein Vorgänger, bietet es Platz für neun Einsatzkräfte. Außerdem verfügt dieses Fahrzeug nun auch über einen Wassertank (1600 Liter), was den Erstangriff bei einem Feuer deutlich erleichtert. Des Weiteren sind auf dem Fahrzeug ein Druckbelüfter, eine zusätzliche Tragkraftspritze, ein Stromerzeuger, vier Atemschutzgeräte (davon zwei in der Mannschaftskabine), eine LKW-Rettungsplattform und noch viele weitere nützliche Hilfsmittel verlastet.