Der Einsatzleitwagen (ELW) der Freiwilligen Feuerwehr Ilmenau wird aufgerüstet

Der letzte Großeinsatz im Industriegebiet in Melbeck/Embsen machte deutlich, dass der ELW seinen Aufgaben nicht ausreichend gerecht wird. Bei diesem Einsatz waren weitere ELWs dabei; sie zeigten Möglichkeiten, weckten Ideen und forderten eine schnelle Lösung.

Der ELW der Freiwilligen Feuerwehr Ilmenau war eigentlich immer ein Sorgenkind. Er hat einige Einsätze hinter sich und jedesmal zeigte sich eine Schwäche oder wurde er den Ansprüchen nicht gerecht. Mal war etwas mit der Autoelektrik und das Fahrzeug startete nicht, mal fiel ein Funkgerät aus oder das Equipment reichte nicht.

Schon vor dem Einsatz im Industriegebiet gab es Überlegungen etwas zu ändern; Hier war der Grundgedanke, ein gutes gebrauchtes Fahrzeug zu finden und es für die eigenen Ansprüche umzurüsten und umzubauen. Es sollte kaum etwas für das jetzige Fahrzeug angeschafft werden.

Mittel um ein neues Fahrzeug zu finden, standen zur Verfügung; ein geeignetes Fahrzeug jedoch wurde nicht gefunden, aber eine Verbesserung musste schnellstens sein.

Das Problem mit dem Funk hat die Politik gelöst, indem sie beschloss den digitalen Funk einzuführen.

Also blieben nur noch das Fahrzeug und des restliche Equipment.

Der Gruppenführer der Kommunikationsgruppe Friedo Kröger aus der Ortsfeuerwehr Embsen sollte den Einsatz im Industriegebiet für eine Nachbesprechung aller beteiligten Organisationen aufbereiten. Er sollte ihn zusammenfassen und seine Eckdaten präsentieren. Dies tat er mit der Kommunikationsgruppe zusammen. Bei diesem Treffen der Kommunikationsfunker wurden auch die Schwachpunkte des ELWs genannt und mögliche Lösungen genannt und besprochen.

Und dann wurde es fast ein Selbstläufer.

Am Fahrzeug selbst wird wenig investiert, denn es soll in vier bis fünf  Jahren ein Neues geben. Die Front- und die Heckscheibe werden ersetzt, das Kühlsystem erneuert und der Motor überholt. Dies macht in erster Linie Jens Seeger, Gerätewart aus der Wehr Embsen.

Das Equipment des ELWs kann, wenn alles eingebaut ist, vielen Anforderungen gerecht werden. Der Digitalfunk wird vorbereitet, so dass die Funkgeräte eingebaut werden können (dies dürfen nur bestimmte Stellen/Betriebe machen). Für den Einsatzstellen funk wird es einen Funkmast geben, damit die Reichweite erhöht werden kann. Zusätzlich gibt es für die Leiter einzelner Einsatzabschnitte noch ein internes Telefonnetz mit bis zu fünf Telefonen. Für die EDV, die bei Einsätzen immer wichtiger wird, gibt es zwei feste Arbeitsplätze und zwei mobile, also zwei festeingebaute Rechner und zwei Notebooks, welche über WLAN oder Ethernet mit einander verbunden sind. So ist es auch möglich mit weiteren ELWs an einer  Einsatzstelle über das Datennetz zu kommunizieren.

Damit dies alles Platz im kleinen Fahrzeug findet sind natürlich Umbauten nötig und muss viel Kabel verlegt werden. Für die Holzumbauten konnte Manfred Mühlbach aus Embsen gewonnen werden. Die EDV und Funkausrüstung machen Oliver Ellenbeck aus Deutsch Evern und Karl-Heinz von der Ohe aus Melbeck. Damit alles seinen Strom bekommt ist Carsten Vick aus Oerzen mit dabei. Und dann gibt es noch, so nennt er es selbst, das „Mädchen für Alles“ Holger Grubbe, der, wie die anderen auch, jeden unterstützt. Denn die einzelnen Bereiche lassen sich in Verantwortlichkeiten unterteilen, doch sind nicht trennbar, alles muss zusammen passen.

Das Equipment kann später in ein neues Fahrzeug übernommen werden, somit wird auch ein Großteil der knapp 6000 Euro investierten Gelder schon in ein neues Fahrzeug gesteckt, das nun in Ruhe gesucht werden kann.

Dank dem letzten Großeinsatz bei einer Recyclingfirma ist das Problem Einsatzleitwagen nochmals angegangen wurden. Es wurden neue Gedanken und Vorgaben gemacht, alte Ansätze verworfen.

Gemeindepressewart Ulrik Etzold