Übung der Polizeidirektion Lüneburg am letzten Wochenende im September

Sonntag 29.09., 10 Uhr morgens. Alarm. Einsatz für den Zug der Ortsfeuerwehren Embsen und Oerzen. Ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person am Schulzentrum Embsen.

Beim Eintreffen an der Einsatzstelle sind ebenfalls Polizei, viele Polizisten, und Rettungsdienste vor Ort.

Passanten bleiben stehen und schauen; wundern sich, haben Fragen.

Eine Frage ist schnell beantwortet: Es handelt sich um eine Übung. Eine Übung mit der die Polizeidirektion eine Gefahrensituation in Schulen darstellt. Eine Situation mit Waffengewalt.(Die Landeszeitung berichtete darüber am 30.09.2013.)

Für den Zug Embsen und Oerzen sind die Aufgaben Menschenrettung aus dem verunglückten Auto und Brandbekämpfung im Schulgebäude klar vorgegeben. Die Unglücksstelle wird von der Polizei gesichert, die sich im Auto befindliche Person (eine Übungspuppe) gerettet werden. An einer anderen Einsatzstelle soll die Feuerwehr unter Polizeischutz zur Brandbekämpfung vorgehen. An beiden Orten müssen sie den Anweisungen der Polizei folgen, jederzeit könnte auch eine akute Gefahr aus dem Schulgebäude den Feuerwehrleuten drohen. Denn das Übungsszenario sieht vor, dass im Gebäude eine Person mit Waffe um sich schießt.

Und da wird die Aufgabe der Feuerwehr schon nicht mehr klar. Für die Feuerwehr Ilmenau, aber auch für die Feuerwehr im Allgemeinen, stellen sich Fragen. Stefan Ostermann, stellvertretender Gemeindebrandmeister, als Beobachter anwesend, fragt sich, ob er im Ernstfall Feuerwehrleute losschicken kann, Menschen zu retten und Brände zu löschen, wenn in unmittelbarer Nähe eine lebensbedrohliche Gefahr ist, vor der sie sich außer mit Rückzug nicht schützen kann. Oder ist es möglich zu warten, bis die Polizei das Gebäude als sicher bezeichnet und dann nach fast 30 Minuten die Feuerwehr mit der Brandbekämpfung beginnen kann. Ist dann das Gebäude noch zu retten. Es gibt viele Fragen und diese Übung trägt dazu bei Lösungen und Antworten zu finden.

Ulrik Etzold Gemeindepressewart